O Heiland, reiß die Himmel auf
| Besetzung: | Gem.Chor (4 - 8 Stimmen) |
| Umfang: | 16 Seiten |
| ISMN / EAN: | 979020345195 |
6,80 €
inkl. gesetzl. gültiger MwSt., zzgl. Versandkosten
Mindestbestellmenge: 5 Exemplare
O Heiland, reiß die Himmel auf
| Besetzung: | Gem.Chor (4 - 8 Stimmen) |
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Titel Information:
»Treuffelt jr Himmel von oben / vnd die wolcken regenen die Gerechtigkeit / die Erde thue sich auff / vnd bringe Heil / vnd Gerechtigkeit wachse mit zu.«
(Jesaja 45,8 / Luther 1545)
Im Zentrum adventlicher Votivmessen, die in den frühen Morgenstunden bei Kerzenschein bis zum 16. Dezember begangen werden, stehen die Worte des Propheten Jesaja, wie sie die Vulgata wiedergibt: »Rorate coeli desuper, et nubes pluant justum: aperiatur terra, et germinet Salvatorem.« Daneben mag der Bittruf „Ach, dass Du den Himmel zerrissest und führest herab, dass die Berge vor dir zerflössen« (Jes 63,19) eine starke Inspiration für die Dichtung gewesen sein. Als Verfasser des Textes »O Heiland, reiß die Himmel auf«, der erstmals vor 400 Jahren in der Liedersammlung »Allerschönstes Kind« (1622) nachweisbar ist, wird wiederholt Friedrich Spee (1591–1635) genannt.
In einer Fassung von 1630 ist das Lied mit den Worten »Säufftzen der Altvätter in der Vorhöll« überschrieben. Die zugrunde liegende seelische Disposition ist von Verzweiflung, innerer wie äußerer Bedrängnis und Not gekennzeichnet (Zeit des Dreißigjährigen Krieges), erzwingt mithin umso dringlicher eine Hoffnung nach sichtbaren Zeichen der Erlösung (»klare Sonn«, »schöner Stern«). Entschieden vitalisiert werden die polaren Spannungen der Verse durch die heute gebräuchliche dorische Melodie, die um 1666 auftauchte. Ihr energischer Gestus und ihre charakteristisch gehäuften Betonungen implizieren einen drängenden Vortrag geradezu.
Sie bildet, freilich in einer den Antonymen nachspürenden, fragmentierten Gestalt mit jähen tonartlichen Unterbrüchen, die Grundlage dieser Motette in VI Versen.
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Stichnummer/Verlagsnummer: FH 5195
Format: 21,0 x 29,7 cm
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